Häufig gestellte Fragen

Allgemeine Fragen

Was muss ich bei Zahlungen im VWZ angeben?

Bitte geben Sie die 7-stellige Nummer aus „unserem Aktenzeichen“ an. Vermeiden Sie weitere Formulierungen, da nur mit Angabe des Aktenzeichens eine schnellstmögliche Zuordnung zu Ihrem Vorgang erfolgen kann.

Wohin muss ich überweisen?

Bitte überweisen Sie auf das im Briefkopf genannte Konto unserer Kanzlei. Wir werden Ihre Zahlung sodann an Ihren Gläubiger weiterleiten. Sollte ein Gerichtsvollzieher auf Sie zugekommen sein, so muss die Zahlung direkt an diesen erfolgen.

Warum hat mich der Gläubiger nicht vorher angemahnt?

Ihr Gläubiger teilt uns in der Regel mit, dass Sie auf seine Mahnung hin nicht reagiert haben. Aufgrund dieser Information Ihres Gläubigers werden wir sodann beauftragt die Forderung gegen Sie geltend zu machen.

Warum muss ich trotz geringem Einkommen die Forderung zahlen? (bei ALG 2 Bezug)

Die Höhe Ihres Einkommens hat keine Auswirkung auf die von Ihnen begründete Verbindlichkeit. Nach dem Abschluss eines Vertrages (Versicherungsvertrag, Kaufvertrag, Stromlieferungsvertrag usw.) sind beide Vertragsparteien zur Erfüllung des Vertrages verpflichtet.

Fragen zu den Kosten / Zinsen

Wie berechnen sich die Kosten und deren Höhe?

Die durch die Tätigkeit der Rechtsanwälte entstehenden Kosten können von den Rechtsanwälten nicht willkürlich festgelegt werden; die Rechtsanwaltsgebühren sind gesetzlich geregelt und können von Ihnen überprüft werden.

Grundlage für die Berechnung der Kosten ist das Rechtsanwaltsvergütungsgesetzt (RVG). Die Höhe der Gebühr wird nach dem Gegenstandswert festgelegt.

Warum entsteht eine Einigungsgebühr?

Nach dem Abschluss eines Vergleiches oder einer Zahlungsvereinbarung muss Ihr Gläubiger an uns eine Gebühr bezahlen. Die Höhe diese Gebühr ist gesetzlich geregelt und kann von uns nicht willkürlich festgelegt werden.

Da Ihrem Gläubiger durch die Zahlung der Gebühr an uns ein Aufwand entsteht, ist Ihr Gläubiger in der Regel nur dann mit einem Vergleich oder einer Ratenzahlungsvereinbarung einverstanden, wenn Sie diese Kosten übernehmen.

Warum werden Zinsen berechnet?

Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) können für eine Geldschuld nach Verzugseintritt Zinsen berechnet werden. Mit der Berechnung von Zinsen decken die Gläubiger den finanziellen Schaden, der durch eine verzögerte Zahlung der Geldforderung entsteht.

Dies bedeutet, dass nicht wir für uns die Zinsen verlangen, sondern für Ihren Gläubiger, der uns mit dem Einzug beauftragt hat.

Warum muss ich die Kosten tragen, ich habe Sie doch nicht beauftragt?

Wir wurden von Ihrem Gläubiger beauftragt, die ihm zustehende Forderung geltend zu machen. Aufgrund dieses Auftrages muss Ihr Gläubiger an uns die Rechtsanwaltsgebühren bezahlen.

Durch die Zahlung dieser Rechtsanwaltsgebühren entsteht Ihrem Gläubiger ein Schaden, der nicht entstanden wären, wenn Sie rechtzeitig bezahlt hätten.

Daher sind wir von Ihrem Gläubiger auch damit beauftragt, den ihm entstandenen Schaden (neben der eigentlichen Forderung) von Ihnen zu verlangen. Hierzu sind Sie aufgrund des Schuldnerverzuges verpflichtet.

Dies bedeutet, nicht wir, sondern Ihr Gläubiger verlangt von Ihnen die Bezahlung der Rechtsanwaltsgebühren.

Ich habe die Hauptforderung an den Gläubiger überwiesen, muss ich die Kosten noch tragen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Ihre Verpflichtung hängt vielmehr von verschiedenen Umständen ab; beispielsweise von dem Zeitpunkt Ihrer Zahlung.

Nach Ihrer Zahlung müssen sie uns umgehend kontaktieren; dies gilt auch, wenn Sie beabsichtigen, eine Zahlung vorzunehmen. Wir werden dann alles tun, um zwischen Ihnen und Ihrem Gläubiger eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Fragen zum Mahnverfahren

Was ist ein Mahnbescheid?

Ein Mahnbescheid ist ein gerichtlicher Bescheid. Der Mahnbescheid ist der erste Teil eines Mahnverfahrens, um eine Forderung zu sichern. In diesem Falle handelt es sich hier um ein vereinfachtes gerichtliches Verfahren ohne Gerichtsurteil. Gegenüber dem klassischen Gerichtsverfahren ist das Mahnverfahren eine günstigere Variante für beide Parteien.

Was ist ein Vollstreckungsbescheid?

Ein Vollstreckungsbescheid ist ein Titel und der zweite Teil des Mahnverfahrens. Mit einem Vollstreckungsbescheid kann das Vermögen von Ihnen gepfändet werden. Aus einem vom Amtsgericht (Mahngericht) erlassenen und zugestellten Vollstreckungsbescheid kann sofort die Zwangsvollstreckung betrieben werden.

Ich kann nicht zahlen, muss ich Widerspruch / Einspruch einlegen?

Nein. Die Nichtzahlung einer Forderung ist kein Grund für die Einlegung eines Widerspruchs gegen den Mahnbescheid oder Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid. Durch die Einlegung eines Rechtsmittels (Widerspruch / Einspruch) entstehen zusätzliche Kosten, die zu der Gesamtforderung anfallen.

Insofern verweisen wir auf die Rechtsmittelbelehrung des Amtsgerichts, welche Sie auf der Rückseite des Mahnbescheids finden. Selbst wenn vorerst eine Gesamtzahlung der Forderung nicht möglich ist, bitten wir Sie uns zu kontaktieren, um den Vorgang für Sie positiv abzuwickeln.

Was passiert, wenn ich Widerspruch / Einspruch einlege?

Mit der Einlegung eines Rechtmittels teilen Sie dem Gericht mit, dass Sie die Forderung für unberechtigt halten. Mit der Einlegung des Widerspruchs werden wir unsere Forderung im Klageverfahren geltend machen. Legen Sie Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid ein, wird dieser zur sofortigen Abgabe des Verfahrens an das bereits im Mahnbescheid angegebene Zivilprozessgericht abgegeben.

Ich habe eine Ratenzahlung geschlossen und trotzdem einen Vollstreckungsbescheid erhalten, was muss ich tun?

Diese Vorgehensweise wird durchgeführt, um den Anspruch gegen Sie zu titulieren und das Verfahren zum Abschluss zu bringen. Solang die Ratenzahlung von Ihnen eingehalten wird, werden wir keine Vollstreckungsmaßnahmen gegen Sie einleiten. Bei Nichteinhaltung der Ratenzahlung werden wir aus dem Vollstreckungsbescheid die Zwangsvollstreckung einleiten.

Fragen zur Zwangsvollstreckung

Ich habe eine Kontenpfändung. Was kann ich tun, um wieder über mein Konto verfügen zu können?

Die Kontenpfändung wurde nicht von der Kanzlei Wagner Pauls Kalb, sondern von Ihrem Gläubiger veranlasst. Daher kann die Kontenpfändung auch nur von Ihrem Gläubiger eingestellt werden.

Die Kanzlei Wagner Pauls Kalb ist von Ihrem Gläubiger lediglich dazu beauftragt worden, eine Zahlung der titulierten Forderung (Hauptforderung, Kosten, Zinsen) und der Kosten für die Zwangsvollstreckung an den Gläubiger zu überwachen, entgegenzunehmen und weiterzuleiten (an den Gläubiger). In Ausnahmefällen ist die Kanzlei Wagner Pauls Kalb auch dazu bevollmächtigt, Ratenzahlungen zu vereinbaren.

Die Einstellung der Kontenpfändung kann daher erfolgen,

  • sobald an die Kanzlei Wagner Pauls Kalb die titulierte Forderung und die Kosten für die Zwangsvollstreckung gezahlt wurden oder
  • eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen wurde.

Wie lange dauert es, dass ich wieder über mein Geld auf dem Kto. verfügen kann?

Nach der Zahlung der titulierten Forderung und der Kosten für die Zwangsvollstreckung oder der Vereinbarung einer Ratenzahlung werden wir auf Anweisung Ihres Gläubigers die Kontenpfändung einstellen, oder ruhend stellen.

In beiden Fällen können Sie wieder über Ihr Konto verfügen; beachten Sie aber bitte die Bearbeitungszeit bei Ihrer Bank, auf die wir keinen Einfluss haben.

Was ist eine Ruhendstellung?

Eine Ruhendstellung wird in der Regel aufgrund einer Ratenzahlungsvereinbarung veranlasst. Eine Ruhendstellung ist eine vorübergehende Einstellung der Pfändung. Sie können wieder über Ihr Konto verfügen (Bargeld abheben, Überweisungen tätigen, Daueraufträge, Lastschriften, etc). Die Einstellung der Pfändung erfolgt deshalb nur vorübergehend, weil Ihr Gläubiger zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ob Sie die Raten auch tatsächlich vereinbarungsgemäß zahlen werden. Bei Nichteinhaltung der getroffenen Zahlungsvereinbarung wird die Pfändung wieder aktiviert – Ihr Konto ist sodann erneut gesperrt.

Sobald Sie allerdings Ihrer Ratenzahlungsvereinbarung vollständig nachgekommen sind, werden wir auf Anweisung Ihres Gläubigers die Pfändung endgültig einstellen

Warum wurde das Kindergeld, Sozialleistungen gepfändet?

Auch das Kindergeld und die Sozialleistungen sind grundsätzlich pfändbar. Bei den Grenzen der Pfändbarkeit kommt es lediglich auf das insgesamt Ihnen zur Verfügung stehende Geld und Vermögen an. Bei der Pfändung werden von uns selbstverständlich die gesetzlich vorgeschriebenen Pfändungsfreigrenzen beachtet, die Ihnen eine angemessene Lebensführung ermöglichen.

Der Gerichtsvollzieher hat sich angekündigt, ich möchte eine Zahlungsvereinbarung treffen, wie gehe ich vor?

Um eine Zahlungsvereinbarung zu treffen, wenden Sie sich bitte direkt an den Gerichtsvollzieher. Mit diesem können Sie sodann vereinbaren, bis wann oder wie Sie die Zahlung vornehmen. Der Gerichtsvollzieher hat auch die Möglichkeit bis zu 12 Raten zu vereinbaren.

Fragen zur Zahlungsvereinbarung

Ist eine Ratenzahlung möglich?

Ihr Gläubiger hat uns bevollmächtigt in einem gewissen Rahmen mit Ihnen Ratenzahlungsvereinbarungen zu treffen. Die endgültige Entscheidung über das Ja oder Nein der Ratenzahlungsvereinbarung liegt allerdings immer bei Ihrem Gläubiger.

In vielen Fällen kann die Forderung in wirtschaftlich angemessenen Raten gezahlt werden. Damit Ihr Gläubiger die für sie angemessenen Raten festlegen kann, benötigen wir Informationen über Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse. Daher ist es wichtig, dass Sie sich mit uns in Verbindung setzen. Wir werden dann alles tun, um zwischen Ihnen und Ihrem Gläubiger eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Ist ein Vergleich möglich?

Der Abschluss eines Vergleiches ist alleine davon abhängig, ob sich Ihr Gläubiger hiermit einverstanden erklärt. Wir sind lediglich dazu beauftragt, Ihrem Gläubiger Ihren Vergleichsvorschlag zu unterbreiten; wobei wir Ihrem Gläubiger nur solche Vorschläge weiterleiten dürfen, die aus dessen Sicht wirtschaftlich angemessen sind.

Hierbei spielen viele Faktoren eine Rolle; eine pauschale Einschätzung können wir an dieser Stelle leider nicht bieten. Bitte setzen Sie sich daher mit uns in Verbindung. Ihr Gläubiger wird uns sodann mitteilen, ob er mit Ihrem Vorschlag einverstanden ist.

Fallen Kosten für eine Zahlungsvereinbarung an?

Nach dem Abschluss eines Vergleiches oder einer Zahlungsvereinbarung muss Ihr Gläubiger an uns eine Gebühr bezahlen. Die Höhe diese Gebühr ist gesetzlich geregelt und kann von uns nicht willkürlich festgelegt werden.

Da Ihrem Gläubiger durch die Zahlung der Gebühr an uns ein Aufwand entsteht, ist Ihr Gläubiger in der Regel nur dann mit einem Vergleich oder einer Ratenzahlungsvereinbarung einverstanden, wenn Sie diese Kosten übernehmen.

Ich habe mehrere offene Forderungen, kann ich diese nacheinander abbezahlen?

Jede Forderung ist separat zu betrachten. Sofern mehrere Forderungen bestehen, muss die Angelegenheit für Sie geprüft werden. Sofern Sie die Forderungen mehreren Gläubigern schulden, entscheiden diese Gläubiger eigenständig für die jeweils sie betreffenden Forderungen. Wir werden alles tun, um zwischen Ihnen und Ihren Gläubigern zu vermitteln. Bitte setzen Sie sich hierfür umgehend mit uns in Verbindung.

Ich kann die Forderung nicht innerhalb der gesetzten Frist zahlen, kann ich den Zahlungstermin verschieben?

Den Zahlungstermin haben wir Ihnen nicht nach unserer eigenen Willkür, sondern auf Weisung Ihres Gläubigers gesetzt. Die Entscheidung über eine Verschiebung des Zahlungstermins obliegt daher ausschließlich Ihrem Gläubiger. Wir werden auch hier alles tun, um zwischen Ihnen und Ihrem Gläubiger zu vermitteln. Bitte setzen Sie sich auch hierfür umgehend mit uns in Verbindung.

Hotline

Düsseldorf: 0211 / 59 89 09 00 Köln: 0211 / 59 89 09 60